Brillen.de-Glossar - Prismenbrille

Glossar

Wussten Sie schon?

Eulen sind nicht nur stark weitsichtig, ihre Augen sind auch noch in den Augenhöhlen fixiert. Um dies zu kompensieren, können Eulen ihre Köpfe je 270 Grad nach links und rechts drehen, sowie volle 90 Grad nach oben und unten.

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Prismenbrille

 


Verordnet der Augenarzt eine so genannte Prismenbrille, dann wird diese in der Regel zur Behandlung beim Schielen, wie es im Volksmund genannt wird, eingesetzt. Das Schielen oder auch der Strabismus (strabos = Schieler) bezeichnet eine Fehlstellung beider Augen zueinander. Hierbei handelt es sich um eine Gleichgewichtsstörung der Augenmuskeln. Eine Prismenbrille kann diese durch ihre besondere Funktionalität ausgleichen.

Alleine in Deutschland sind gut fünf  Prozent der Bevölkerung durch ein Schielen im Sehen beeinträchtigt. Das sind gut vier Millionen Menschen, die diese Anlage vererbt bekommen haben. Dabei ist die Form des Schielens und das Ausmaß sehr unterschiedlich. Mit der Hilfe einer Prismenbrille gelingt es, den optischen Mittelpunkt so zu verlagern, dass er nicht dem hauptsächlichen Durchblickspunkt des Auges entspricht. Die Fehlstellung wird mit dieser Methode korrigiert. Einer Prismenbrille gelingt es mit ihren speziellen Gläsern, die Objekte durch die Brille anders zu brechen, als es im Normalfall wäre. So kommen sie beim Betrachten anders bei dem Auge an und können auf diesem Wege auch gesehen werden. Die Fehlstellung eines Auges wird damit korrigiert und ein Einfachsehen beider Augen ist so realisierbar.

Eine Prismenbrille kann dabei auf unterschiedliche Art gefertigt werden. Es gibt komplett prismatische Gläser oder auch Folien mit der gleichen Wirkung, die man einfach auf vorhandene Gläser kleben und ebenso leicht wieder entfernen kann. Komplette Prismenbrillen sind in der Regel besser für den Betroffenen, da sie Dezentrierungen im Bereich kleiner Winkel optimal ermöglichen. Folien hingegen haben eine geringere Abbildungsqualität und werden beim Schielen eher weniger eingesetzt, sind aber oftmals als Übergangslösung genau richtig. Bei dem Schielen weichen die Gesichtslinien beim Betrachten eines Gegenstandes voneinander ab. Das kann dauerhaft oder zeitweise der Fall sein. Bei der Ermittlung des Ausmaßes wird dann von einem Spezialisten der Schielwinkel ermittelt, aus dem sich später auch die Gläser produzieren lassen.

Eine Prismenbrille kompensiert zwar ein Schielen, bei höheren Prismendioptrien aber kommen diese Gläser an ihre Grenzen. Und diese sind vielfältig. Rein optisch werden die Prismengläser am Rand erheblich dick und sehen so auch nicht mehr besonders ästhetisch aus. Hieraus resultiert dann auch das entsprechend hohe Gewicht. Eine Winkelfehlsichtigkeit kann ebenfalls mit einer Prismenbrille behandelt werden.

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