Brillen.de-Glossar - Prismatische Aberration

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Prismatische Aberration


Für die Anfertigung des optimalen Brillenglases werden heute viele Werte herangezogen. Dazu zählen in der Regel bei dem gewählten Material die Brechzahl, die Dichte, die abbesche Zahl und der UV-Faktor. Mit allen zusammen und den entsprechenden Werten zur Korrektur der Sehschwäche erstellt der Optiker dann das geeignete Glas. Spricht man in diesem Zusammenhang von prismatische Aberration, dann ist damit grob gesagt die farbliche Veränderung eines Glasteils gemeint. Bei einer Prismenbrille etwa kann es zu einer chromatischen Aberration kommen: Das bedeutet, dass hier von einem hellen beziehungsweise weißen Gegenstand kommendes Licht auf das Glas trifft und vom Prisma reflektiert wird. Bei der Reflektion wird es in seine so genannten monochromatischen Bestandteile zerlegt. Bei diesem Vorgang werden die blauen Wellenlängen stärker gebrochen als etwa die roten.

Durch die prismatische Aberration erscheint dem Auge das Objekt am Scheitelpunkt des Prismas meistens bläulich. Dies  ist schlicht ein Abbildungsfehler von optischen Linsen. Die Wellenlängen und Farben werden hier verschieden gebrochen. So kommt es dazu, dass bei Übergängen von hell auf dunkle Begebenheiten grüne und rote Farbränder oder Farbsäume entstehen. Diese nennt man auch Farbquerfehler. Das Bild kann dem Auge zudem auch unscharf erscheinen oder aber dunstig (Farblängsfehler).

Durch diese prismatische Aberration wird das Sehen entsprechend beeinflusst. Hier hat die Industrie bei der Herstellung von Gläsern eine Kombination gefunden, die dieses Problem auffängt. Linsen aus Gläsern, die eine unterschiedliche Dispersion haben, werden eingesetzt, um diese Folge zu verhindern. Die achromatische Linse vereint in sich für die Grundfarben Rot und Blau dieselbe Schnittweite. Diejenigen Wellenlängen, die am stärksten voneinander entfernt liegen, werden hier quasi vereint. Die Brechzahl durch ein Brillenglas etwa ist von der Wellenlänge oder auch Dispersion des Lichtes stets abhängig. Besonders durch das Prisma ist zu erkennen, dass blaues, kurzwelliges Licht stärker als rotes, langwelliges Licht gebrochen wird und damit Weiß in seine Spektralfarben aufspaltet.

Das menschliche Auge ist jedoch nicht so anpassungsfähig, dass es alle Korrekturen aufnehmen kann. Die veränderliche Linse des Auges passt die Brennweite nur an eine Wellenlänge des Lichts an. Deshalb wirken Farben in unterschiedlichen Zusammensetzungen auch für das Auge störend.

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