Brillen.de-Glossar - Plastikfassung

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Plastikfassung


Längst kann man sich bei der Auswahl einer Fassung für die Brille zwischen unterschiedlichen Materialien entscheiden. Während früher noch das Gestell aus Metall die Regale beherrschte, da wird heute immer öfter auch Kunststoff angeboten. Eine Plastikfassung ist dabei eine gute Alternative vor allem in Sachen Tragekomfort. Denn Kunststoff oder Plastik, wie es häufig in der Umgangssprache betitelt wird, gilt als besonders leicht im Gegensatz zu Metall oder auch Titan. Die Entscheidung für eine Plastikfassung ist dabei immer auch eine ganz persönliche Angelegenheit des Geschmacks. Denn auch die Mode hat sich immer mehr auf den Bereich der Brillen aus Kunststoff ausgeweitet. Hier werden Modelle in sehr großer Vielfalt offeriert.

Eine Plastikfassung ist auch deshalb oftmals besonders gewünscht, weil sie neben dem Tragekomfort einen Sicherheitsaspekt beinhaltet: Kunststoff ist extrem bruchsicher. Kinder, Sportler und auch ältere Menschen können mit so einer Brille das Risiko einer Verletzung auf jeden Fall minimieren. Kunststoffglas ist dabei in der Regel ebenso wenig anfällig für Bruch. Bei einem mineralischen Glas, das oft als Echt-Glas bezeichnet wird, besteht im Falle eines Sturzes immer die Gefahr, dass es hier durch Splitter zu Schäden auch am Auge kommen kann.

Dabei kann die Produktion von Brillen auf eine durchaus lange Dauer zurückblicken: Zelluloid war die erste Form von Kunststoff, die als Plastikfassung hergestellt wurde. Und das schon um 1874. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Zelluloid als Material auch für Sehhilfen eingesetzt. Da es aber sehr leicht brennt und innerhalb weniger Sekunden komplett abbrennt, suchte die Industrie nach anderen Stoffen.

Mit dem Spritzgussverfahren wurde dann Acetat entdeckt. Der Grundstoff von Acetat ist Zellulose. Zellulose wird mit Eisessig, Essigsäurehydrid und dem Beschleuniger Zinkchlorid vermischt und dann verarbeitet. Plastikbrillen lassen sich auch mit diesem Stoff bestens produzieren. Als jüngstes Produkt zur Herstellung von Brillen gilt Optyl. Seit 1968 werden aus diesem chemischen Stoff extrem leichte Sehhilfen gemacht. Es hat eine sehr niedrige Dichte und ist somit auch sehr leicht. Außerdem zeigt es sich härter und widerstandsfähiger gegen alle Kratzer und Umwelteinflüsse. Da Optyl ohne Weichmacher auskommt, ist es auch besonders hautfreundlich.

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