Brillen.de-Glossar - Optischer Mittelpunkt

Glossar

Wussten Sie schon?

Eine Schätzung ergab, dass Brillengläser wohl schon in den 1200er Jahren in Venedig erfunden wurden.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Optischer Mittelpunkt

 


Der optische Mittelpunkt eines Brillenglases ist eine Bezeichnung aus der Augenoptik. Es beschreibt genau die Stelle des Glases, an der keinerlei prismatisches Ergebnis erzielt wird. Und das ist genau der optische Mittelpunkt, an dem Lichtstrahlen ungebrochen durch die Oberfläche des Glases gelangen. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch gesagt, die prismatische Wirkung ist hier gleich null, denn bei dem optischen Mittelpunkt wird kein einziger Korrekturwert eingesetzt. Eine Korrektur erfolgt an diesem Punkt nicht. Es ist zudem die Stelle, an der der geometrische und optische Mittelpunkt auch noch zusammenfallen, zumindest ist das in den meisten Fällen so.

Die Linse beziehungsweise das Brillenglas ist bei einem sammelnden Glas dort am dicksten, wo der optische Mittelpunkt sich befindet und bei einem zerstreuenden Glas am optischen Mittelpunkt am geringsten. Entsprechend zum optischen Mittelpunkt ist das Gegenteil die prismatische Wirkung. Und sie bedeutet die Streuung der Lichtstrahlen durch den optischen Mittelpunkt. Mit einem Prismenglas werden die Lichtstrahlen umgelenkt. Diese wird je nach diagnostizierter Fehlstellung entsprechend hergestellt. Für die Ermittlung dieses Wertes, der im Brillenpass meistens mit pris abgekürzt wird, bedient sich ein Augenarzt der Prismenfaustformel – diese wird in Zentimetern pro Meter angegeben.

Wird vom Arzt eine Prismenbrille verordnet, dann wird damit eine Form des Schielens oder Strabismus behandelt. Diese Fehlstellung der beiden Augen kann mit einem Prisma ausgeglichen werden. Mit so einer speziellen Brille kann ein Schielen aber nur bis zu einem gewissen Maß kompensiert werden. Denn bei höheren Prismendioptrien stoßen diese Korrektionshilfen an ihre Grenzen. So werden zum einen die Gläser an sich sehr viel dicker und zum anderen damit dann auch viel schwerer. Rein funktional sorgt ein Prismenglas dafür, dass der optische Mittelpunkt so verlagert wird, dass er eben nicht mehr dem hauptsächlichen und verschobenen Durchblickspunkt gleicht. Bei einem Schielen oder einer Winkelfehlsichtigkeit sind die Augen nicht in der Lage, gleichsam korrekt die Bilder zu erkennen. Ein Auge schaut quasi anders und so kommt es zu dieser Fehlstellung, die anhand eines prismatischen Glases wieder ausgebessert wird. Durch die Brille ist dann ein normales Sehen möglich.

Weitere verwandte Begriffe:

Können wir Ihnen weiterhelfen?

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z