Brillen.de-Glossar - Nahpunkt

Glossar

Wussten Sie schon?

Die Tränenproduktion beginnt in der dritten Lebenswoche. Daraufhin ist es ca. 1g täglich, bei Erwachsenen um die 38mg pro Stunde.

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Nahpunkt

 


Der Nahpunkt des Auges wird als punctum proximum von Fachleuten wie zum Beispiel Ärzten bezeichnet. Er ist der dem Auge am nächsten gelegene Punkt, der so eben noch bei stärkster Akkommodation deutlich zu sehen ist. Augenärzte nennen ihn auch manifester Nahpunkt des Auges. Dabei kann man ganz grob sagen, dass dieser bei Kindern in etwa sieben Zentimeter vom Auge entfernt liegt. Mit zunehmendem Alter rückt er immer weiter hinaus. Die Elastizität der Linse im Auge wird je älter man wird auch immer weniger. Im höheren Alter dann rückt der Nahpunkt bis zu 35 Zentimeter weiter hinaus. In diesem Falle dann liegt eine Alterssichtigkeit vor und man benötigt zum Ausgleich eine Lesebrille.

Der Nahpunkt ist also jener Punkt, bei dem in maximaler Nähe zum Auge und bei einer entsprechend maximalen Einstellung noch komplett scharf gesehen werden kann. Mit Hilfe der Akkommmodation, also der Fähigkeit des Auges nämlich, die elastische Linse zur Einstellung scharfer Bilder auf die Netzhaut in Relation zu dem entfernten Objekt auch entsprechend zu verformen, sieht der Mensch bei einem normalen Auge. Mit der Akkommodation entstehen deutliche Bilder für das gesunde Auge. Kinder sind dabei in der Lage, eine Fehlsichtigkeit eines Auges mit dem anderen komplett zu akkommodieren. Dieser Weg des Scharfstellens führt dazu, dass die Linse bei einem weiten Abstand eine so genannte elliptoide Form bekommt. Bei kürzeren Abständen wird sie eher kugelig. Die Zonulafasern in ihrer ringförmigen Ausprägung sind dafür verantwortlich, dass die Augenlinse eine ellipsenartige Abflachung erst einnehmen kann. Die Anspannung in einer kugelförmigen Weise wird durch den Ziliarmuskel ausgelöst. Der Ziliarmuskel ist jener Muskel im Auge, durch den die Linse eben in verschiedenen Krümmungsstadien gebracht werden kann und so eben verschiedene Brechwerte hervorbringt. Mit dieser so genannten Krümmungsanpassung kann man auf unterschiedliche Entfernungen scharf sehen.

Mittlerweile gibt es auch standardisierte normale Werte oder auch Normwerte. Sie werden mit dem Begriff der deutlichen Sehweite in der Fachsprache bezeichnet. Diese liegt bei etwa 250 Millimeter und wird als Richtwert etwa für die Berechnung einer Vergrößerungslupe oft mit herangezogen.

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