Brillen.de-Glossar - Lotuseffekt

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Lotuseffekt


Die Lotuspflanze mit ihren Eigenschaften gibt dem Lotuseffekt seinen Namen. Denn auf den Blättern dieser exotischen Blume finden Wasser und Schmutz keinen Platz, beides wird direkt nach dem Auftreffen abgeperlt. Und dieses Phänomen bezeichnet man als Lotuseffekt. Die geringe Benetzbarkeit einer Oberfläche ist damit im Bereich der Optik gemeint, wenn man hier von dem Lotuseffekt spricht. Und diesen Lotuseffekt hat sich die Industrie zu eigen gemacht, wenn es darum geht, dass eine mikro- und nanoskopische Beschaffenheit einer Oberfläche wie dem Brillenglas, durch eine spezielle Beschichtung schlicht die Haftung von Schmutzpartikeln und auch Wasser minimiert – weil eben der Lotuseffekt für das Abperlen sorgt.

Im Bereich der Optik wird der Lotuseffekt insofern umgesetzt, als dass man hier mit dem Einsatz einer bestimmten Nanotechnologie eine Schicht auf die Gläser der Brille aufträgt. Diese Schicht soll verhindern, dass die Gläser verschmutzt werden. So wird das Brillen putzen auf ein Minimum an Zeit verkürzt: Die Gläser sollen mit so einer Beschichtung länger sauber bleiben. Werden sie doch einmal schmutzig, dann sind sie ganz einfach wieder zu säubern. Ein optimaler Abperleffekt entsteht bei Gläsern, die mittels dieses Verfahrens veredelt werden. Eine geringe Schmutzhaftung und eine hohe Putzbeständigkeit sind zwei Vorteile. Ein weiterer ist zudem, dass keine statische Aufladung durch Tücher entstehen kann.

Dabei ist der Lotuseffekt eine ganz alte Sache: Seit über 2000 Jahren ist die selbst reinigende Rolle der Lotuspflanze bekannt. Als Symbol der Reinlichkeit hat sich diese Pflanze im Buddhismus wegen dieses Prinzips verfestigt. Die absolute Reinheit wird mit ihr verbunden. Die hohe Oberflächenspannung des Wasser bildet die Grundlage des Effektes: Sie führt dazu, dass die Tropfen nach einer möglichst kleinen Oberfläche suchen. Idealerweise sind die Tropfen in einer Kugelform. Kommen sie dann mit einem Gegenstand oder einer Oberfläche in Berührung, dann wird die Ursprungsform aufgelöst und das bedingt durch die Gravitations- und Adhäsionskräfte. Die Adhäsionskräfte bei den Blättern der Lotusblüte sind hier wegen der Beschaffenheit der Blätteroberfläche auf ein Minimum reduziert. Und aus diesem Grund bewahren die Wassertropfen ihre runde Kugelform und prallen oder perlen ab. Ein Nebeneffekt dabei ist die Tatsache, dass die Wassertropfen auch gleich Schmutzpartikel mit abwaschen. Und deshalb spricht man hier auch von einer selbst reinigenden Pflanze und dem Lotuseffekt.

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