Brillen.de-Glossar - Bildsprung

Glossar

Wussten Sie schon?

Wäre das menschliche Auge eine Kamera, hätte es mehr als 576 Megapixel. Theoretisch hätte unser Sehvermögen eine Auflösung von 32.000 mal 18.000 Pixeln. Zum Vergleich: Full HD hat eine Auflösung von 1.920 mal 1.080 Bildpunkten.

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Bildsprung

 


Unter dem Begriff 'Bildsprung' versteht man einen Effekt, der eine gewisse Gefährlichkeit in sich trägt. Man kennt diesen Effekt eventuell, wenn man über eine Mehrstärkenbrille verfügt. Der Bildsprung tritt dann auf, wenn die Sicht von der Ferne in die Nähe gelenkt wird. Dabei wandert der Blick von dem Teil der Brille, der für die Fernsicht zuständig ist, zu dem Teil des Brillenglases, das speziell für das nahe Sehen geschliffen wurde. Dabei trifft der Blick auch auf die Kante, die eingeschliffen wurde, um die beiden unterschiedlichen Felder des Brillenglases zu trennen. An diesem Nahtteil ist der Bildsprung festzustellen, das Bild 'springt' von der Ferne in die Nähe.  Besonders beim Treppensteigen kann der Bildsprung gefährlich sein, wenn man die Entfernungen  nicht richtig einschätzen kann. Das Gehirn ist nicht darauf trainiert, dass so schnell zwischen den unterschiedlichen Distanzklassen gewechselt werden kann, weshalb man vorsichtig sein sollte. Der  Grund für den Bildsprung ist, dass bei dem Zweistärkenglas die Trennungslinie zwischen Fernteil und Nahteil eine unterschiedliche prismatische Wirkung vorliegt. Der Fernteil hat eine andere prismatische Wirkung als der Nahteil, wodurch der unangenehme Effekt des Bildsprungs entsteht. Kein Bildsprung liegt vor, wenn im Zweistärkenglas an der Trennlinie kein Unterschied zwischen der prismatischen Wirkung des Nah- und Fernteils besteht. Die prismatischen Wirkungen des Nah- und Fernteils an der Trennlinie müssen die gleiche Basislage haben. Der Effekt des Bildsprungs bleibt bei Gleitsichtgläsern aus, dafür gibt es bei diesen Brillengläsern andere irritierende Effekte, wie z.B. Randverzerrungen. An diese Effekte kann man sich gewöhnen, wenn man die Brille nur lange genug trägt. Doch dabei sollte man anfangs einen gewissen Grad an Vorsicht walten lassen, damit die Zeit, die das Gehirn braucht, um sich daran zu gewöhnen, unfallfrei überstanden wird.

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