Brillen.de-Glossar - Bifokalgläser

Glossar

Wussten Sie schon?

Wäre das menschliche Auge eine Kamera, hätte es mehr als 576 Megapixel. Theoretisch hätte unser Sehvermögen eine Auflösung von 32.000 mal 18.000 Pixeln. Zum Vergleich: Full HD hat eine Auflösung von 1.920 mal 1.080 Bildpunkten.

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Bifokalgläser

 


Bifokalgläser sind von der Alterssicht her bekannt. Die Presbyopie, also die altersbedingte Weitsichtigkeit, ist der Grund dafür, dass Bifokalgläser zum Einsatz kommen, da die Akkomodation des Auges nachgelassen hat, also der dynamische Prozess des Auges langsam nachlässt, welcher die scharfe Wahrnehmung von Objekten auf unterschiedlichen Distanzen ermöglicht. Durch Bifokalgläser kann der Brillenträger, der diese altersbedingte Fehlsichtigkeit vorzuweisen hat, einen klaren und scharfen Blick in die Nähe und die Ferne ermöglicht bekommen. Die Funktionsweise von Bifokalgläsern ist so, dass das Brillenglas in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt ist. Im unteren Bereich ist das Brillenglas anders geschliffen und hat auch eine andere Dioptrie, damit hier das Sehen auf die kurze Distanz besser möglich ist. Der obere Bereich ist in der Regel größer und zeichnet sich vom unteren durch einen anderen Schliff aus. Die Größe der jeweiligen Bereiche von Bifokalgläsern hängt aber auch von den persönlichen Vorlieben ab und kann daher ganz individuell gestaltet werden. Wenn man beispielsweise bevorzugt nahe Objekte betrachtet, dann bietet es sich an, wenn man einen größeren Bereich für das Sehen in der Nähe eingeschliffen bekommt.

Wenn man zum ersten Mal eine Bifokalbrille erhält, dann sollte man immer eine gewisse Vorsicht walten lassen, denn im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Korrektionsbrille gibt es plötzlich mehrere Korrektionswerte, abhängig davon, in welche Richtung man schaut. Das ist natürlich für das Gehirn eine Umstellung, allerdings gewöhnt man sich und das Gehirn sehr schnell an so etwas.

Berühmter Vater der Bifokalgläser war übrigens Benjamin Franklin, der nicht ständig zwischen zwei Brillen wechseln wollte und daher Zusatzgläser für das Sehen auf kurze Distanz an seine Fernbrille baute. Mittlerweile sind die unterschiedlichen Gläser natürlich in einem Stück miteinander verbunden, nur eine eingeschliffene Trennlinie grenzt sie voneinander ab. Aber auch diese Trennlinie ist nicht mehr obligatorisch, heutzutage gibt es vermehrt Gleitsichtbrillen, bei denen die unterschiedlichen Bereiche nahtlos ineinander übergehen. Das muss allerdings nicht für jedermann ein Vorteil sein, wer lieber eine statische Trennung der Sichtzonen bevorzugt, der ist bei Bifokalgläsern alter Machart richtig.

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