Brille mit BambusbügelIn der Brillenmanufaktur werden seit jeher die verschiedensten Materialien zum Einsatz gebracht. Neben einem hochwertigen Kunststoff sowie diversen Metallen werden zusätzlich auch solch exotische Materialien wie Holz oder Horn genutzt. Brillen aus diesen edlen und hochwertigen Materialien sind natürlich keine Massenware. Sie werden vielmehr als Einzelstücke in Handarbeit hergestellt. Jede Brille aus Holz ist somit ein Unikat.

Günstiges Material, teure Brille

Nun dürfte jedem bekannt sein, dass selbst edelste Holzarten keinen astronomisch hohen Preis haben. Vor allen Dingen nicht bei den Mengen, die für die Herstellung einer Holzbrille benötigt werden. Warum sind diese Brillengestelle daher so teuer und was macht ihr ganz besonderes Flair aus?

Das Teure an einer Holzbrille ist demnach nicht das Material, sondern die Herstellung. Denn hier zählt noch wahre Handarbeit. Und diese kostet nun einmal Geld. Es ist nämlich leider nicht möglich, Holzbrillen maschinell zu erstellen. Zum einen, weil Holz ein relativ weiches Material ist. Zum anderen aber auch, weil es nicht wie beispielsweise Kunststoff, einfach in eine Form gegossen oder gespritzt werden kann. Hier muss noch gefeilt, gesägt, geschliffen und poliert werden. Dafür sind Holzbrillen aber stets Originale und verleihen ihrem Träger einen ganz besonderen Charme. Und haben eben ihren Preis. Mehrere hundert Euro müssen auf jeden Fall eingeplant werden. Bei besonders filigranen Arbeiten, die viele Tage in Anspruch nehmen, können es auch locker einmal tausend Euro und mehr werden. Dafür hält man dann aber ein wahres Meisterwerk in den Händen.

Die beliebtesten Holzarten

Um Stabilität in eine Holzbrille zu bringen, muss verleimtes Furnierholz genutzt werden. Würde das Brillengestell einfach aus einem Stück Holz „geschnitzt“ werden, dann wäre die Fassung viel zu zerbrechlich und könnte weder die Gläser fassen, noch alltäglichen Belastungen standhalten. Zudem arbeitet Holz permanent. Bei einer Brillenfassung aus einem unbehandelten Holzstück würden sich daher schnell Risse zeigen und die Brille wäre innerhalb kürzester Zeit defekt.

Ein Furnierholz hingegen ist deutlich stabiler. Oftmals werden einheimische Hölzer wie Walnuss, Kirsche oder auch Ahorn verwendet. Sie weisen eine schöne Maserung auf. Tropische Hölzer hingegen kommen nur sehr selten zum Einsatz. 

Wer es ganz filigran und naturnah mag, der sollte sich einen Hersteller suchen, der sogar die Scharniere aus Holz fertig.

Gläser für Holzbrillen 

Brille aus der Ulla-Kollektion mit Bambusbügel

Da es sich bei Holzbrillen in der Regel um Vollrandbrillen handelt, können theoretisch alle gängigen Brillengläser eingesetzt werden. Jedoch sollte stets auf das Gewicht und die Dicke der Gläser geachtet werden. Hohe Dioptrien verlangen daher nach höher brechenden Kunststoffgläsern, um einen guten Halt gewähren zu können.

Ob es sich bei den eingesetzten Gläsern um Sonnenbrillengläser, Gleitsichtgläser oder Einstärkengläser handelt, ist übrigens egal. Passt die Größe der Brillenfassung, kann jede Glasart eingearbeitet werden. 

Übrigens: Wir von brillen.de halten zwar keine Holzbrillen für Sie bereit; allerdings enthält die Ulla-Collection Fassungen mit Bambusbügel, auch ein Ausdruckhöchster Individualität. Außerdem finden Sie bei uns Brillenfassungen in vielen anderen tollen Materialien. Und zwar mit einem hervorragenden Design und mit qualitativ sehr hochwertigen Brillengläsern versehen. Beides aus eigener Produktion und stets zu einem angenehmen Preis.